
Auch dieser gedrungene, von einem spitzen Ziegeldach bekrönte Artillerieturm hält eine Ecke der Zwingermauer besetzt. Auch er war ursprünglich mit Schlüssel- und Rechteckscharten durchsetzt. Sie stammen vermutlich aus dem 16. Jahrhundert.
Dieser ehemalige Pulverturm wurde vor einigen Jahren liebevoll renoviert und augebaut und dient heute als Wohnturm.
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Die Befestigungsanlagen Burg Pappenheims bestehen aus Aussenwerken, die in Gestalt von Zwingern Vor- und Hauptburg zur Gänze umgeben haben, wobei die Hauptburg auf diese Weise von einem dreifachen Mauerring geschützt war. Schalentürme und Ringmauer bargen in zwei Geschossen Wehrgänge und Geschützstellungen.
Die Mauerringe konnten in Zeiten der Bedrohung durch zusätzliche Gräben, Erdwälle und Palisaden ergänzt werden.
Am stärksten ist die Zwingermauer dort, wo die Hauptburg nur aus Wohnbauten besteht, nämlich an der Stadtseite mit den nach Nordosten blickenden Hohen Lauben.
Zwei gedrungene, von spitzen Ziegeldächern bekrönte Pulvertürme halten dort die Ecken der Zwingermauer besetzt. Diese bilden mit dem “Affenstein”, einem dritten Turm, ein spitzwinkliges Dreieck, das den Aufgang von der Stadt her mit einem Zwinger in Art einer Vorburg kontrolliert.