
Über diesem Tor ist jene Gedenktafel angebracht, die an die Beschießung durch die Schweden 1632 erinnert.
Die Inschrift lautet:
A. 1631 Umb Martini ist Hauptmann Finck hieherokommen. A.1632 Den 25. Marti ist Pappenheim von den König. Schwedischen Arme Berennet Worden. A.1632 Den 5. Juny ist Pappenheim zu Früh Zwischen 3 und 4 Uhr vom Obristen Duxel erstiegen, darauf das Schloß Beschossen aber den 14. diß Wieder verlassen worden.
A.1633 Den 9.Juny ist Pappenheim von dem Feld Marschall Horn eingenohmen und den 14.diß Hauptmann Finck samt Den seinigen Ausgezogen. A.1635. Den 11 Febr. ist Graff Philippß Nachdeme die Schwedischen wägen Mangel der Lebensmittel das Schloß verlassen mit seinem Volck Hiehero Kommen.
Das Tor markiert den Abschnitt zwischen ersten und zweiten Haupttorzwinger.



Die Befestigungsanlagen Burg Pappenheims bestehen aus Aussenwerken, die in Gestalt von Zwingern Vor- und Hauptburg zur Gänze umgeben haben, wobei die Hauptburg auf diese Weise von einem dreifachen Mauerring geschützt war. Schalentürme und Ringmauer bargen in zwei Geschossen Wehrgänge und Geschützstellungen.
Die Mauerringe konnten in Zeiten der Bedrohung durch zusätzliche Gräben, Erdwälle und Palisaden ergänzt werden.
Am stärksten ist die Zwingermauer dort, wo die Hauptburg nur aus Wohnbauten besteht, nämlich an der Stadtseite mit den nach Nordosten blickenden Hohen Lauben.
Zwei gedrungene, von spitzen Ziegeldächern bekrönte Pulvertürme halten dort die Ecken der Zwingermauer besetzt. Diese bilden mit dem “Affenstein”, einem dritten Turm, ein spitzwinkliges Dreieck, das den Aufgang von der Stadt her mit einem Zwinger in Art einer Vorburg kontrolliert.