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Martin Luther

Wer waren die Augustiner-Eremiten?

Die Augustiner-Eremiten waren neben den Franziskanern und den Dominikanern einer der mittelalterlichen Bettelorden. Die Bettelorden hatten - im Gegensatz zu den Benediktinern und den Zisterziensern - keinen eigenen Grundbesitz und lebten von Spenden und Stiftungen.

Ihre Klöster finden sich fast ausschließlich in Städten, wo ihre Mitglieder auch Seelsorge und vielfältige Formen karitativer Tätigkeiten ausübten.

Ursprünglich echte Eremiten in Oberitalien, wurden die Augustiner später zu klösterlichen Gemeinschaften zusammengeschlossen, die nach den Regeln des Heiligen Augustinus, des wohl bedeutendsten Bischofs und Theologen der Spätantike lebten. Ihre wesentlichen Aufgabenbereiche bestanden in der Predigt und der wissenschaftlichen Tätigkeit.

Martin Luther gehörte als Mönch dem Orden der Augustiner-Eremiten an. 1505 trat er in deren Kloster in Erfurt ein. Viele Augustiner-Eremiten seiner Zeit unterstützten seine Anliegen und traten deshalb zum evangelischen Glauben über, worauf sich in der Folge viele Augustiner-Klöster selbst auflösten.

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Kloster vom Ufer der Altmühl aus
Kloster vom Ufer der Altmühl aus
Erster Klosterhof mit Konventbau
Erster Klosterhof mit Konventbau
Augustiner Kloster

Geschichte des Augustiner-Eremiten- Klosters

Das Pappenheimer Kloster der Augustiner-Eremiten wurde im Jahre 1372 von Heinrich VIII. zu Pappenheim und seiner Gemahlin Elisabeth gestiftet. Die Mönche des Klosters übernahmen neben anderen Aufgaben auch den Gottesdienst in der Burgkapelle.

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts unterstützten die Pappenheimer Augustiner-Eremiten die Anliegen ihres Bruders Martin Luther. Viele von ihnen verließen das Kloster. Bereits im Jahre 1545 verstarb der letzte Mönch.

Das Kloster und der gesamte klösterliche Besitz fielen nun wieder an die Herrschaft, die zunächst eine Lateinschule einrichteten und später die Klosterkirche im barocken Stil umgestalten ließen.

Schon zu Klosterzeiten und bis in die heutige Zeit diente und dient diese als Grablege der gräflichen Familie (in Zeiten der Reformation sogar Familienmitgliedern beider Konfessionen)

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