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Der Tod Pappenheims

Gustav Adolf und seine Verbündeten zogen sich um Naumburg zusammen. Die kaiserlichen Truppen um Wallenstein mussten in Lützen Halt machen. Pappenheim zog befehlsgemäß mit seinen Regimentern nach Halle in die Winterquartiere.

Nach ersten Scharmützeln am Nachmittag des 15. November wurde allgemeiner Alarm - drei Kanonenschüsse - gegeben. Pappenheim wurde sofort alarmiert. Dichter Nebel verhinderte jedoch ein rasches Vorrücken. Am 16. November mittags konnte der Feldmarschall mit seinen 7.000 Kürassieren erscheinen.

Pappenheim begann, die Schweden frontal anzugreifen. Durch Musketenkugeln verwundet geriet er in die Gefangenschaft eines schwedischen Kavaliers. Es gelang seinem Trompeter Ehinger, ihn zu befreien und den immer noch kampfwilligen Feldmarschall aus dem Gefecht zu ziehen.

Die mit Pappenheims Blut getränkte Order Wallensteins an den Marschall deren Original heute im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien aufbewahrt wird und von der ein Faksimile auf der Burg gezeigt wird legt auf drastische Weise davon Zeugnis ab.

Angesichts der Verwirrung in seiner Reiterei fragte sich der Sterbende: „Ist keiner mehr der vor den Kayser treulich fechten will?“ Zwei Stunden nach seiner Verwundung verstarb er in einer Kutsche auf dem Weg nach Leipzig. Sein letzter Wunsch an Ehinger war, seiner Frau Tausend guter Nacht zu sagen.

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Gottfried Heinrich zu Pappenheim
Gottfried Heinrich zu Pappenheim

Reichserbmarschall Gottfried Heinrich zu Pappenheim

Gottfried Heinrich wurde im Jahre 1594 geboren und evangelisch getauft. Er studierte ab1607 in Tübingen und später, zusammen mit Wallenstein in Altdorf bei Nürnberg.

Gottfried Heinrich war hochgebildet und ehrgeizig. Vermutlich auch in diesem Zusammenhang trat er schon als junger Mann zum katholischen Glauben über und beschloß fortan “im Krieg sein Glück zu versuchen”.

Sein Mut und seine ritterliche, überlegene Kriegskunst zeigte sich schon in seiner ersten Schlacht am “Weißen Berg”(1620), wo die kaiserlichen Streitkräfte die Truppen Böhmens, Mährens, Schlesiens, und Niederösterreichs vernichtend schlugen und er schwer verwundet wurde. Er erhielt einen Säbelhieb auf den Kopf und zahlreiche andere Verwundungen (Schrammhans).

1622 ernannte Herzog Maximilian ihn zum besoldeten Oberst. Auch Tilly schätzte ihn sehr. 1623 wurde er vom Kaiser zum Ritter geschlagen.

Nach weiteren Siegen im Veltin, um Riva und Niederschlagungen von Bauernaufständen in der Nähe von Linz, und nach der Belagerung und Überschwemmung von Wolfenbüttel unter Tilly wurde er 1628 vom Oberst zum “Generalzeugmeister der Liga” designiert, was heute dem Rang eines Generals der Artillerie entspräche und in den Grafenstand erhoben.

Seinen widersprüchlichen Platz in der europäischen Geschichte erwarb er sich bei der Belagerung Magdeburgs unter Tilly (1631), wo ein kleineres, von ihm gelegtes taktisches Feuer sich zum Inferno entwickelte und 12.000 Magdeburgern das Leben kostete.

Nach Zwist und Trennung von Tilly zog er 1632 gegen den Prinzen von Oranien nach Maastricht, eroberte die Stadt Hildesheim und wurde schließlich im November von Wallenstein gegen die Schweden unter Gustav Adolf zum Hauptheer einberufen. Dort wurde er in der Schlacht von Lützen so schwer verwundet, dass er auf der Pleißenburg starb.