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Maximilianus, Reichserbmarschall, Graf und Herr zu Pappenheim, Landgraf zu Stühlingen mit Frau
Maximilianus, Reichserbmarschall, Graf und Herr zu Pappenheim, Landgraf zu Stühlingen mit Frau

Familienzweige der Pappenheimer

Nachdem im 13. Jahrhundert die Linie des großen Marschalls Heinrich von Kalden, sowie der älteren Biberacher mit Ulrich von Pappenheim-Rechberg 1231 ausgestorben waren, entstanden noch im gleichen Jahrhundert, von Marschall Heinrich VII. kommend, die ältere oder Pappenheimer Linie und, von Marschall Hiltprand begründet, die Jüngere, nachdem Stammsitz Biberbach benannte Linie mit weiteren Abzweigungen davon.

Schon im 13. Jahrhundert (unter den 12 Kindern Reichsmarschalls Haupts II.) verzweigte sich die ältere Pappenheimer Linie in mehrere Zweige, die da waren:
Die Gräfentaler Linie, die Rothensteiner-, die Treuchtlinger-, Alesheimer- und die Allgäuer bzw. Landgräflich- Stühlinger Linie.

Seit 1420 führen die Pappenheim den Titel "Reichserbmarschall". Nachdem sich die Grafen Pappenheim in mehrere Linien geteilt hatten, blieb die Verwaltung des "Untermarschallamts' seit 1473 immer beim in Pappenheim residierenden Senior. Diese Linie durfte sich (seit 1574) "zu" Pappenheim nennen, alle anderen nur "von" Pappenheim.

Sie sind hier:  > Geschichtliches > Familiengeschichte > Die Herren von Treuchtlingen
Reichserbmarschall Veit zu Pappenheim (1535-1600)
Reichserbmarschall Veit zu Pappenheim (1535-1600)
Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim (1594-1632)
Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim (1594-1632)

Die Herren von Treuchtlingen

Den Ort Treuchtlingen kauften die Pappenheim 1447/53 von den Seckendorffern zurück. Zur Herrschaft Treuchtlingen gehörte auch die Hofmark Schwindegg bei Dorfen an der Isen. Dort wurde Gottfried Heinrichs Vater Veit am 16. Juni 1535 geboren.

Treuchtlingen blieb nach dem Rückkauf Lehen der Markgrafen von Ansbach, die damit entscheidenden Einfluss auf die Konfession hatten. Die Verpfändung an den Deutschen Orden in Ellingen konnte Rudolf von P. - Treuchtlingen wieder auslösen.

Veits Vater hatte 1521 Luther zum Verhör nach Worms geleitet. Seine Mutter, Anna von Fraunhofen, war eine direkte Verwandte des berühmten Minnesängers Oswald von Wolkenstein.

Als Nachgeborener trat Veit zunächst in bayerische Dienste. Erst 1553 bzw. 1568 konnte er im Erbgang Schwindegg und Treuchtlingen übernehmen. Veits protestantischer Glaube (seit 1555) führte schließlich zum Verlust der bayerischen Hofmark Schwindegg, die er 1591 an Ritter Sebastian von Haunsperg veräußern musste.

Veits Kinder aus seiner 1556 geschlossenen ersten Ehe mit Regina von Kreuth zu Straß starben früh. Im vorgerückten Alter heiratete er 1593 die um vierzig Jahre jüngere Maria - Salome von Preysing - Kopfsburg. Der Ehe erwuchsen fünf Kinder, u. a. Gottfried Heinrich. Veit verstarb 1600.

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