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Burg Pappenheim im Dreißigjährigen Krieg

Feldmarschall Gottfried Heinrich zu Pappenheim, der mit seinen Truppen unter Wallenstein auf katholischer Seite kämpfte, war wohl der gefürchtetste Widersacher der Schweden, die für die evangelische Sache eintraten.

Im April 1633 nach dem Fall von Neuburg und Eichstätt (Willibaldsburg) standen die schwedischen Truppen vor Pappenheim. Nach der Einnahme der Stadt und der Vorburg und nach dem Einschlag einer schwedischen Granate ins Brunnenhaus der brennenden Hauptburg mußten die Verteidiger um Burghauptmann Finkh schließlich die Kapitulation akzeptieren.

Aus Respekt vor der Zähigkeit und Tapferkeit der Verteidiger aber gewährte man ihnen den Abzug mit allen militärischen Ehren. Dazu heißt es in einer zeitgenössischen Quelle:

"Die Pappenheimer verdienten lauter Helden zu Herren, darum will auch der Herr Feldmarschall Horn ihnen einen Akkord bewilligen, wie sie ihn sonsten keinem Feind gönnen."

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Burg Pappenheim
Burg Pappenheim
Burg Pappenheim

Geschichte der Burg

Burg Kalteneck, wie Burg Pappenheim fast über das gesamte Mittelalter genannt wurde, war im 13. Jahrhundert Schauplatz zahlreicher Auseinandersetzungen der Bayernherzöge und des Gegenkönigs Heinrich Raspe gegen die kaiserlichen Parteigänger.

Das hatte etliche Neu- und Ausbauten zur Folge, die sich in mehreren Wellen bis ins 14. und 15. Jahrhundert hinzogen.

1633 im 30-jahrigen Krieg wurden Burg und Stadt von schwedischen Regimentern erstmals erobert und zerstört.

Nach vielfältigen Umbauten und Erweiterungen wurden unter Marschall Sebastian Gebäude an der Nordwestseite gebaut, so daß man es spätestens seit dieser Zeit mit jenem allseits umbauten Burghof zu tun hatte, den die beiden Zeichnungen aus dem Jahre 1664 erkennen lassen.

1703 im Spanischen Erbfolgekrieg wurde Pappenheim noch einmal von französischen Truppen geplündert und die Burg nach Beschuss teilweise zerstört.

Seither ist die Burg zunehmend verfallen und erst im 20. Jahrhundert beginnt die Restaurierung.