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Die Folterkammer
Die Folterkammer

Die Folterkammer

Schelme, Wilddiebe, Mordbrenner und ihre Spießgesellen lebten im Mittelalter gefährlich. Die damalige Justiz hielt es nämlich meist für legitim, der “Wahrheit”, oder dem, was man dafür hielt, mit ein bißchen Folter nachzuhelfen...

Zumeist erwies es sich aber als erfolgreich, nur auf die Möglichkeit der Folter (das sog. "Weisen") hinzuweisen und dabei die Geräte zu zeigen.

Da wurden Daumenschrauben angelegt, gepisackt, gestreckt, gerädert, gevierteilt und scharfgerichtet. Soweit bekannt, geschah das aber höchstens unten im Ort. Dort gab es ein Halsgericht der Herren zu Pappenheim und auch einen Galgen am “Zimmerer Berg”.

Inwieweit auf der Burg recht gesprochen oder gar gefoltert wurde ist nicht überliefert. Dem heutigen Besucher präsentieren sich in der Folterkammer der Burg jedenfalls etliche Gerätschaften zu Beförderung von Auskünften aller Art...

Dabei handelt es sich allerdings um originalgetreue Kopien, von einem Spezialisten entsprechend zeitgenössischer Bildquellen und Beschreibungen aus alten Materialien detailgenau hergestellt.

Die Sammlung umfasst folgende Stücke: Verhörstuhl, Winde, Streckbank, Hexen- oder Kragenfänger, Schandgeige, Schandmaske, Schandmantel, Kinngabel, Schandbock, Hautabzieher, Prangersäule, Daumenschraube, und Räderkreuz mit Rad.

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