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Burg Pappenheim im Hochmittelalter

Die zweihöfige Burganlage diente verschiedenen Familienzweigen des Pappenheimer Grafengeschlechtes als Herrschaftssitz, Domizil und Unterkunft.

Die Burgkapellenweihe wurde zwischen 1171 und 1182 durch Bischof Egilolf von Eichstätt vorgenommen und fällt in die Regierungszeit Marschall Heinrichs zu Pappenheim genannt Testa, des großen Heerführers HeinrichsVI. Aus dieser Zeit datiert vermutlich auch die aufwändige Buckelquadermauerung des Bergfrieds.

Mit dem Aufkommen von Feuerwaffen stellte sich heraus, dass Pappenheim schwer zu verteidigen war. Der sog Kanonenweg, eine doppelte Stadtmauer, die sich bis hinauf an die Burg zieht, versuchte dem Abhilfe zu verschaffen.
Zusätzlich entstanden um die Mitte des 14. Jahrhunderts um die Burg auch zur Stadtseite, innerhalb der Stadtmauern, ausgedehnte Zwingeranlagen, so dass die Burg heute von einem 3-fachen Mauerring umgeben ist.
Auch die beiden Schalentürme (Kanonentürme) der Vorburg, die Pulvertürme, sowie die heutige Ausprägung der Pappenheimer Stadtmauer sind Relikte aus dieser Zeit.

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Burg Pappenheim
Burg Pappenheim
Burg Pappenheim

Geschichte der Burg

Burg Kalteneck, wie Burg Pappenheim fast über das gesamte Mittelalter genannt wurde, war im 13. Jahrhundert Schauplatz zahlreicher Auseinandersetzungen der Bayernherzöge und des Gegenkönigs Heinrich Raspe gegen die kaiserlichen Parteigänger.

Das hatte etliche Neu- und Ausbauten zur Folge, die sich in mehreren Wellen bis ins 14. und 15. Jahrhundert hinzogen.

1633 im 30-jahrigen Krieg wurden Burg und Stadt von schwedischen Regimentern erstmals erobert und zerstört.

Nach vielfältigen Umbauten und Erweiterungen wurden unter Marschall Sebastian Gebäude an der Nordwestseite gebaut, so daß man es spätestens seit dieser Zeit mit jenem allseits umbauten Burghof zu tun hatte, den die beiden Zeichnungen aus dem Jahre 1664 erkennen lassen.

1703 im Spanischen Erbfolgekrieg wurde Pappenheim noch einmal von französischen Truppen geplündert und die Burg nach Beschuss teilweise zerstört.

Seither ist die Burg zunehmend verfallen und erst im 20. Jahrhundert beginnt die Restaurierung.