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Burgkapelle - Detail

Geschichtliche Fakten

Die Burgkapellenweihe wurde zwischen 1171 und 1182 durch Bischof Egelolf von Eichstätt vorgenommen und fällt in die Regierungszeit Marschall Heinrichs zu Pappenheim genannt Testa, des großen Heerführers Heinrichs VI.

Dieser Konsolstein mit Engelsbüste (Sandstein, Ende 15. Jahrhundert Burgmuseum), vermutlich aus dem Palas oder der Burgkapelle stammend, lässt auf eine qualitätvolle Innenausstattung schließen. Er trug vermutlich ein Gewölbe.

Sie sind hier:  > Burg Pappenheim > Burganlage > Virtueller Burgrundgang
Burgkapelle
Burgkapelle

Die Burgkapelle

Von der mit dem Palas verbundenen Burgkapelle steht noch die Ostwand mit der romanischen Apsis und die Teile der Süd- und Nordwand.

Sie war ursprünglich dem Hlg. Blasius geweiht, wurde später jedoch zu einer Georgskapelle umgewidmet, denn der Drachentöter galt weithin als Schutzpatron von Adel und Rittertum.

In ihrem Inneren wurde lange der berühmte St. Jörgen-Daumen aufbewahrt und als Reliquie verehrt - den der Heilige seinem Herrn von Calentin in der Schlacht von Lauingen übergeben haben soll - bis ihn sich Kaiser Ferdinand II. 1623 von Marschall Gottfried Heinrich zu Pappenheim als Geschenk ausbat, um ihn in seine Reliqiensammlung einzuverleiben.

Noch heute ist zu erkennen, dass sich unter der Kapelle ein weiterer steingemauerter Raum mit gleichem Grundriss befunden hat. Er war offenbar zweischiffig, kaum mannshoch und von einem Kreuzgewölbe auf Mittelsstützen überspannt. Dabei dürfte es sich um das sog. Gemeine Gewölb gehandelt haben, in dem Urkunden, Familiendokumente und Wertsachen aufbewahrt wurden.

Ob es sich bei der Pappenheimer Kapelle gar um eine der dreigeschossigen Anlagen handelt, die im Bedarfsfall auch die Reichskleinodien eines staufischen Kaisers hätte aufnehmen können, muss erst noch zweifelsfrei geklärt werden.

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