

Der Hof der Hauptburg war im Mittelalter vollständig umbaut (unteres Bild, flächig rot) und dadurch sehr eng. Im Nordwesten, also zum Kloster hin gelegen, zog sich ein weiterer mehrgeschossiger Trakt entlang.
Die Quellen berichten hier von der Burgküche, der Pfisterei (Bäckerei) mit weiteren spärlich eingerichteten Kemenaten und von Gewölben und Kellern, in denen Wein, Wildbret in Fässern, Unschlitt, sowie Pulver und Munition gelagert wurden.
Über das mittelalterliche Leben auf einer Burg können Sie sich mittels DVD bei einen Burgbesuch informieren.


Vom Palas der Hauptburg stehen heute noch das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss und die wesentlichen Mauern des 2. Obergeschosses.
Über dem Erdgeschoss, das talseitig fensterlos ist erhoben sich alten Ansichten zufolge ehedem drei Obergeschosse. Sie erreichten fast die Höhe des Bergfrieds und müssen von imponierender Fernwirkung gewesen sein.
Die Tonnengewölbe des Erdgeschosses bargen verschiedene Wirtschaftsräume, über welchen sich in einem der Obergeschosse der große Saal erstreckte, dessen Wände alten Quellen zufolge mit in Stein gehauenen Figuren geschmückt waren.
Zusätzliche Bauten nach Nordosten zu mit Fachwerkgeschossen, ein gedeckter Außengang (die “Hohen Lauben”), großzügige Befensterung und Erkervorbauten sowie daran anstoßende Gebäude u.a. die Kemenate, lassen die Vermutung zu, dass es sich dabei hauptsächlich um Wohn- und Wirtschaftsgebäude gehandelt haben mag, v.a. wenn man bedenkt, dass zeitweise bis zu 4 Linien der Familie auf der Burg lebten.